Tarif: Hebungswelle in der Akademie

Ein voller Erfolg der Vertreter der Gewerkschaft der Polizei, Bezirk Bundespolizei: Rund 114 Stellenhebungen – so viele hat es im Tarifbereich bei der Akademie noch nie gegeben.
Bei den Haushaltsverhandlungen für das Haushaltsjahr 2017 konnte erreicht werden, dass der Kassenanschlag Tarif der Bundespolizei deutlich verbessert wurde. Dies führte in der Folge auch zu einem verbesserten Kassenanschlag für die Bundespolizeiakademie. So ergeben sich auch für unsere Tarifbeschäftigten zahlreiche Höhergruppierungsmöglichkeiten. Da die Direktion Akademie eine der Direktionen mit den meisten Tarifbeschäftigten ist, fällt selbstverständlich auch die Zahl der Höhergruppierungen entsprechend hoch aus.
Der Gesamtpersonalrat sowie der Örtliche Personalrat bei der Bundespolizeiakademie hatten sich seit Februar 2017 für die vollständige Umsetzung des Kassenanschlages 2017 im Tarifbereich eingesetzt. Entsprechende Initiativanträge und Erörterungen mit der Behördenleitung sind seitdem getätigt worden. Nunmehr konnte am 28. Juli 2017 ein einvernehmliches Ergebnis abgestimmt werden.
Auch wenn es aus unserer Sicht noch weiteren Klärungsbedarf gibt, kann sich der Auftakt mehr als nur sehen lassen: Insgesamt können akademieweit 114 Tarifbeschäftigte höhergruppiert werden. Ein toller Erfolg!
Der GdP-geführte Gesamtpersonalrat und der Örtliche Personalrat bei der Bundespolizeiakademie werden sich darüber hinaus dafür einsetzen, dass unsere Kolleginnen und Kollegen diese Höhergruppierungen nun auch möglichst schnell erhalten.

Vorschusszahlung durch das BVA für die sogenannten unständigen Bezüge dank GdP angewiesen

GdP WarnstreikBeschäftigte im Wechselschichtdienst der Bundespolizei warten seit Monaten auf die korrekte Berechnung und Auszahlung der unständigen Bezüge.

Einige  erhalten deshalb bis zu 500 Euro weniger im Monat ausgezahlt, als ihnen zusteht!

Hintergrund sind wohl Softwareprobleme beim Bundesverwaltungsamt (BVA). Seitens des BVA wurde bisher ein Vorschuss oder eine andere Zahlung abgelehnt.

Nach der Kenntnis dieses Problems hatte sich unser Vorstandsmitglied Martin Schilff umgehend an die Verantwortlichen beim BPOLP gewandt. Ergebnis ist, dass das BVA nun endlich Abschläge an die betroffenen Kolleginnen auszahlt!

Mit der Leitung des BPOLP wurde darüber hinaus vereinbart, dass alle bestehenden Ansprüche der Beschäftigten abgegolten werden und nicht durch § 37 TVöD (Ausschlussfrist) verfallen.

Gewerkschaft der Polizei Bezirk Bundespolizei – WIR tun etwas für unsere Kolleginnen!

Einkommensrunde: Warnstreiks erzwingen annehmbares Ergebnis!

GdP Tarifrunde 2016 öffentlicher DienstPotsdam/Berlin. „Das im Gegensatz zum Arbeitgeberangebot heute erzielte Ergebnis der Tarifverhandlungen für Bund und Kommunen haben wir den über 100.000 an den Warnstreiks der vergangenen Wochen im öffentlichen Dienst beteiligten Beschäftigten zu verdanken“, kommentiert der Bundesvorsitzende der Gewerkschaft der Polizei (GdP), Oliver Malchow, den Abschluss der Verhandlungen am späten Freitagabend in Potsdam. „Ich bin mir sicher, diese hohe Mobilisierung hat die Arbeitgeber beeindruckt.“

Die Gewerkschaften des öffentlichen Dienstes im Deutschen Gewerkschaftsbund einigten sich in der 3. Tarifrunde mit den Arbeitgebern auf eine Erhöhung der Löhne und Gehälter ab dem 1. März 2016 um 2,4 Prozent und ab dem 1. Februar 2017 um weitere 2,35 Prozent.

Hier haben wir die wichtigsten Ergebnisse für Euch zusammengestellt.

Malchow: „Mit 4,75 Prozent Lohnsteigerung am Ende der Laufzeit haben wir viel erreicht, auch im Verhältnis zu anderen Tarifabschlüssen in anderen Branchen“. Gefordert hatten die Gewerkschaften 6 Prozent, dem stand in der 2. Runde der Tarifverhandlungen ein Arbeitgeberangebot gegenüber, das lediglich eine Erhöhung zum 1. Juni 2016 von 1 Prozent und ab dem 1. Juni 2017 von 2 Prozent vorsah.

Kerstin Philipp, stellvertretende Bundesvorsitzende und für Tarifpolitik zuständig: „Bei einer Inflationsrate von aktuell null Prozent bedeutet das einen Reallohnzuwachs von 2,4 Prozent. Ein Zuwachs, der aufgrund der Inflation bei null Prozent lange nicht erreicht wurde, auch wenn höhere Prozentsätze abgeschlossen wurden. Das Ergebnis ist nicht zum Jubeln, aber es ist fair und honoriert die Leistungen, die die Kolleginnen und Kollegen gerade in den Herausforderungen in der letzten Zeit erbracht haben.“

Der Tarifvertrag hat eine Laufzeit von 24 Monaten. GdP-Vorsitzender Malchow: „Wir begrüßen, dass sich der Bundesinnenminister nach Rücksprache mit dem Bundesfinanzminister für eine zeit- und wirkungsgleiche Übernahme des Ergebnisses auf den Beamtenbereich einsetzen wird.“

Die Ausbildungsentgelte sollen sich nach dem erzielten Ergebnis ab dem 1. März 2016 um einen Festbetrag in Höhe von 35,00 Euro und ab dem 1. Februar 2017 um einen Festbetrag in Höhe von 30,00 Euro erhöht werden. Praktikantenentgelte erhöhen sich entsprechend der linearen Entgelterhöhung.

In der Zusatzversorgung von Bund und Kommunen konnte eine Leistungseinschränkung verhindert werden. Continue reading Einkommensrunde: Warnstreiks erzwingen annehmbares Ergebnis!

Strukturverbesserungen in der Verwaltung

Attraktivität für AlleNeben den Planstellenhebungen im Polizeivollzugsdienst ist auch die Überlastung, Not und Frustration der Zivilbeschäftigten in der Bundespolizei durch die GdP-Bezirk Bundespolizei in den Fokus der Haushaltspolitik gerückt worden.

Leider wurde die Bundespolizeiverwaltung im Gegensatz zum Polizeivollzugsdienst nicht mit zusätzlichen Stellen für definierte Aufgabenmehrungen bedacht. Doch darauf werden wir weiterhin mit voller Kraft hinwirken – Aufgabenzuwachs der Bundespolizei geht nämlich nicht spurlos an Personalverwaltung, Werkstätten, Organisatoren, ärztlichen Diensten und all den anderen “Verwaltungsbereichen” vorbei!

Doch die folgenden positiven Nachrichten geben Grund zur Hoffnung: Continue reading Strukturverbesserungen in der Verwaltung

Wir fordern: Endlich mehr Entwicklung für den Tarifbereich!

Tarif Hubschraubermechaniker Carsten Ordner_webBei polizeilichem Tätigwerden handelt es sich unstrittig um den Kernbereich hoheitlichen Handelns. Die von der Polizeiverwaltung erbrachten Dienstleistungen stehen damit in einem eng verzahnten Zusammenhang. Das Eine geht nicht ohne das Andere!

Somit muss auch die Personallage der Verwaltung in der Bundespolizei zwingend ganzheitlich betrachtet werden. Dennoch hat die Bundespolizei in nur 8 Jahren ca. 27 % ihrer Haushaltstellen im Tarifbereich verloren. Zudem beträgt der Altersdurchschnitt der Tarifbeschäftigten in der Bundespolizei 48,4 Jahre. Die demografische Entwicklung macht auch um die Verwaltung keinen Bogen.

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Frist für die Höhergruppierung auf Antrag für TV EntgO Bund übergeleitete Beschäftigte um 6 Monate verlängert

EinsatzkücheIn einem Rundschreiben hat das BMI den Änderungstarifvertrag Nr. 9 zum TVÜ-Bund vom 17. Oktober 2014 bekannt gegeben. Eine wichtige Änderung ist die Verlängerung der Frist für die Höhergruppierung auf Antrag über den 31. Dezember 2014 hinaus bis zum 30. Juni 2015. Dadurch haben in den TV EntgO Bund übergeleitete Beschäftigte sechs Monate mehr Zeit, einen Antrag auf Höhergruppierung zu stellen. Weitere Änderungen betreffen vor allem die Stufenzuordnung von übergeleiteten Beschäftigten in der Entgeltgruppe 9a sowie von Beschäftigten in einer individuellen Endstufe.

Hier das Rundschreiben:

RdSchr_20141021

 

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+++ Tarifabschluß +++ Gewerkschaften und Arbeitgeber erzielen Einigung +++

Radek, Maas, LudwigWir, Peter Ludwig und Rüdiger Maas, haben als Mitglieder der Großen Tarifkommission ein Ergebnis ausgehandelt, welches unsere Kolleginnen und Kollegen in den unteren Entgeltgruppen stärker berücksichtigt. Das war unser Schwerpunkt.

Im Mittel haben wir in der Entgeltliste, beispielsweise in der EG 5, ein Ergebnis von insgesamt 6,1 % für 2 Jahre durchgesetzt. Damit bewegen wir uns deutlich im Bereich unserer Grundforderung.

Wichtig war für uns auch die Frage des Urlaubs. Auch hier haben wir einen Erfolg eingefahren, der da lautet: 30 Tage für alle Kolleginnen und Kollegen. Continue reading +++ Tarifabschluß +++ Gewerkschaften und Arbeitgeber erzielen Einigung +++

Vorerst noch kein Licht am Ende des Tunnels – aber unsere Aktionen waren der Lichtblick der Solidarität!

GdP Warnstreik Tarifrunde 2014Über 70 Kolleginnen und Kollegen aus dem GdP-Bezirk Bundespolizei, viele davon von der Bundespolizeiakademie, zeigten am Montag – zu Beginn der 3. Verhandlungsrunde – dass mit Ihnen zu rechnen ist. Lautstark skandierten sie bereits vor Eintreffen des Verhandlungsführers der Arbeitgeber, Bundesinnenministers Dr. Thomas de Maizière und unterstrichen vor den Medien ihre berechtigten Forderungen. Der Sockelbetrag sei das wichtigste Ziel dieser Tarifverhandlungen Verhandlungen. Darin waren sich die Demonstranten einig. Es gelte jetzt, gerade mit den Kolleginnen und Kollegen der unteren Einkommensgruppen solidarisch zu sein. Nur mit einem ordentlichen Sockelbetrag könne man die Einkommensschere zusammenhalten, so ein Blumberger Kollege. Wasser predigen und Wein saufen – das wäre ein Skandal großen Ausmaßes tönte es aus dem GdP-Megaphon des Sprechers, dieser wurde von den Kolleginnen und Kollegen mit Sprechgesang “wir sind mehr wert – als man uns bezahlt” begleitet. Fünfstellig verdienen und sich dann noch selbst 10% obendrauf verordnen – aber für die Beschäftigten der unteren Einkommen nicht einmal 100 € übrig zu haben, das sei im höchsten Maße unanständig und nicht akzeptabel so der GdP-Kollege weiter. Continue reading Vorerst noch kein Licht am Ende des Tunnels – aber unsere Aktionen waren der Lichtblick der Solidarität!

Roter Teppich für die Beschäftigten im öffentlichen Dienst

Roter TeppichEin „Roter Teppich“ wurde am vergangenen Freitag in Potsdam vor dem Verhandlungsort für die wahren Stars, die Beschäftigten des öffentlichen Dienstes, ausgelegt. Wir als GdP waren mit zwei Polizeibeamten dabei. Ziel dieser bundesweiten Kampagne, die viel Aufmerksamkeit in den Medien erregt, ist es die Arbeit der Beschäftigten im öD, die oft im Hintergrund stattfindet, ins „Rampenlicht“ zu rücken. Hier ein kurzer Film der Aktion: Continue reading Roter Teppich für die Beschäftigten im öffentlichen Dienst